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Chaotenkind



Aktuelle Stimmung: belustigt

Dieser Blog ist doch tatsächlich mal über mich. Sagt auch schon der Titel "Chaotenkind". Wer auf einen neuen Pfeffi - Eintrag spekuliert hat: Brille kaufen, da steht doch nicht "Zyklopenkind"!  Aber wie sollte es anders sein, es kommt sicher auch Pfeffi drin vor.
Da mein heutiger Tag bisher total lustig-bescheuert war, ich aber keine Lust hatte, den ganzen Kram ins Tagebuch zu kritzeln (dauert zu lange - schreibfaul), sitze ich nun hier vorm PC. Und vermutlich gefällt es euch schadenfrohen Volk (ich erinnere nur an diverse Pfeffi-Kommentare und heute könnte ich ihr glatt Konkurrenz machen. Zum Glück ist meine Doofheit temporär und ihre unheilbar.)

Heute morgen bin ich viel zu früh aufgewacht. Kennt ihr es, wenn ihr schlafen könnt, wollt, müsst und nichts dagegenspricht? - außer eurer vollen Blase, die schmerzhaft zu verstehen gibt, dass sie jeden Moment bereit ist, wie eine Wasserbombe zu platzen, wenn ihr nur eine Sekunde länger liegen bleibt oder euch gar in die Fötusstellung rollen solltet. So ging es mir heute morgen. Ein Blick auf das Handy neben meinem Kopfkissen (ich spekuliere darauf, dass mich die Strahlung irgendwann umbringt, damit ich Pfeffi und Pfneider nicht länger als notwendig ertragen muss) sagt mir, dass es kurz nach 6 ist.
Mit geschlossenen Augen (vielleicht lege ich mich hinterher nochmal ins Bett) und ohne Licht renne ich x-beinig durch mein Zimmer und trete in etwas nasses, schleimiges, warmes. Zuerst dachte ich voller Panik und Ekel, dass Pfeffi mich vielleicht heimgesucht habe, aber nach Einschalten des Lichtes sehe ich, dass es "nur" ein Haufen Katzenkotze ist. Am liebsten würde ich auch noch kotzen, aber ich muss dringend das, in der Kotze enthaltene Katzengras von meinen Füßen entfernen und dazu noch dringend aufs Klo!!!
Ich komme mir vor als wäre ich im falschen Film. So ging es wohl auch meiner Schwester, als meine Cousine ihr auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt neulich auf die Hose gekotzt hat.
Nachdem dann alles sauber ist und die Blase leer, tapere ich frustriert zurück in mein Zimmer, wo die Katze quäkend auf dem Teppich sitzt. Ich nehme ihr die Kotz-Attacke immernoch übel und weigere mich, sie auf den Arm zu nehmen, was sie jedoch vollends ignoriert und mich genau in dem Moment anspringt, als ich mich wegdrehe, was dazu führt, dass sie mich ganz kräftig kratzt, weil sie sich irgendwie festhalten will. Leider gibt meine Haut nach und ich sehe nun fast aus wie ein Zebra mit den Streifen auf dem Arm.
Irgendwann komme ich auch in einem Stück zu meinem Schreibtisch, gieße mir was zu trinken ein und will lernen. Ich habe den guten Vorsatz. Ich bin motiviert. Aber offenbar nicht motiviert genug. Mir fällt nebenbei ein (Ich hab wohl ein Konzentrationsproblem), dass ich ewig nicht meine Gelenkübungen mit diesem tollen roten Gymnastikgummiband gemacht habe, bin aber auch tatsächlich zu faul aufzustehen und einmal durchs Zimmer zu gehen und es zu holen. Ich verzweifle, weil ich davon überzeugt bin, dass ich alt werde, wenn ich nichts mache (aufstehen ist aber trotzdem nicht drin, so verzweifelt bin ich noch nicht). Ja, ich könnte alt werden und meine Haut schlabberig. Da muss ich liebevoll an Pfeffi denken, die ich in der Sommersaison mehrfach im Bikini gesehen habe.. Pfeffi ist unglaublich weiß und das viele nackte weiße Fleisch hat mir Angst gemacht. Damals habe ich sie zärtlich "Moby Dick" getauft. Weiße Wale sind toll. Weiße Pfeffis nicht ganz so, denn sie können reden.
Diese Horrorvision bringt mich trotzdem nicht dazu aufzustehen und dieses Übungsgummiband zu holen, sondern ich denke, ich könnte anfangen meinen Hintern zu trainieren, indem ich die Muskeln ordentlich anspanne. Erst kriege ich einen Krampf, der bis runter ins Knie geht und dann verliere ich die Lust. Dann werde ich eben schwabbelig! Perlen vor die Säue! Und überlege, dass ich meinem Freund dann zum nächsten Geburtstag und allen Tagen, an denen man sich was schenkt, besonders viele und tolle Sachen schenken muss, damit er mich nicht verlässt. Sex mit Moby Dicks kleiner Schwester ist sicher nicht so toll, also müsste ich ihn mit Geschenken bestechen.
Nachdem ich also während ich so aussehe als würde ich lesen, darüber nachdenke, wie schwabbelig ich werden könnte, mich dann aber darauf verlasse, dass ich es nicht werde, weil ich doch ein bisschen was für meinen Hintern gemacht habe, bekomme ich fatalerweise Hunger. Also gehe ich in die Küche, mache mir ein Käsebrötchen und hole auch noch einen Erdbeerjoghurt aus dem Kühlschrank. Erdbeer. Ich hasse Erdbeerjoghurt. Das schmeckt immer so künstlich. Warum eigentlich Erdbeer? Den Abend zuvor hatte ich genau gesehen, dass noch ein Pfirsich - Maracuja Joghurt da war. Ich stecke meinen Kopf etwas mehr in den Kühlschrank und sehe den Joghurt. Er ist umgekippt und liegt unter McBacons Paket Würstchen. Ich vergleiche und entscheide mich für Erdbeer. Brötchen rechts in der Hand, Joghurt links in der Hand, gehe ich aus der Küche, mache die Tür mit links zu und lasse, genau in dem Moment, als ich von Tante mit ihrer quäkigen Stimme gerufen werde, den Joghurtbecher fallen. Es ist wie im Film. Ich sehe den Becher in Zeitlupe fallen und höre, wie das Plastik auf den Fliesen kaputt geht und wie der Joghurt mit einem Flatsch aus dem Becher flutscht. Hört sich schlimmer an als es war. Der Becher hatte nur oben einen kleinen Knick und war vollkommen in Ordnung, aber trotzdem musste ich die Pampe aufwischen. Zu meinem großen Entsetzen zeigte sich, dass beim Sturz der gesamte Joghurt innen gegen den Deckel gedrückt hat und wenn ich irgendwas gar nicht mag, dann den Joghurt auf dem Deckel. Da bin ich etwas schrullig. Das mag ich nicht. Das ist wie Pfeffi nackt: EKLIG!
Ich sitze also eine Weile frustriert in meinem Zimmer und denke an andere Sachen, aber nur kurz, weil mich dann wieder das Internet lockt. Ich hab wohl nicht nur ein Konzentrationsproblem, sondern auch eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.
Jedenfalls habe ich den Vorsatz, mich endlich mal wegen eines Hausarbeitsthemas zu melden. Ich bin bei GMX, gucke mir meine Mails an, lösche den ganzen Scheiß, war ja nichts wichtiges, logge mich aus, gucke bei studivz, gucke bei web.de und bei MySpace und bei ebay und dann fällt mir ein, was ich ursprünglich machen wollte. Aber das hätte ja noch Zeit. Genau diese vergeht aber doch ziemlich schnell, weil es ohne andere Leute, die online sind, schnell langweilig wird und man alle kuriosen Zeitverschwendungsseiten schon kennt. Ich also wieder zu GMX und schreibe irgendeinen wirren Scheiß, dass ich mich jetzt nichtmal traue nachzusehen ob ich eine Antwort habe. Ich bin nicht so der förmliche Schreiber, wie man vielleicht auch an meinen Blogs sieht. Ich bin wohl eher eine kreative Schreiberin. Ein Schreib-Comedian oder so.
Und während ich das hier tippe, merke ich, dass ich mich anhöre (anhöre, obwohl ich schreibe! Jawohl!) wie John Cusack in High Fidelity. Der führt auch Selbstgespräche und die anderen hören es. Ich bin heute wohl eine weibliche Form von John Cusack. Vielleicht Joan Cusack, was irgendwie lustig wäre, da ich mal gelesen habe (meine ich), dass seine Schwester Joan heißt. Was haben sich seine Eltern nur dabei gedacht?
Während ich also der armen Frau von der Uni wirre Scheiße schreibe (und sie jetzt vielleicht fassungslos vor ihrem PC sitzt und versucht herauszubekommen, was ich eigentlich von ihr will), klaue ich noch Pfeffis Fotos von studivz und speichere sie auf meinem Desktop, von wo ich sie bei Photobucket hochlade. Das erweist sich allerdings als schwierig. Bei den ersten zwei Fotos ging es, aber danach hat Photobucket wohl erkannt, um was es ging und hat gestreikt. Oder zumindest soviel Zeit wie möglich dabei rausgeholt. (Ihr hattet die Wahl: Entweder Fotos angucken oder nicht, aber Photobucket wurde von mir gezwungen!!!)
Langsam kriege ich dabei eine Klatsche und suche irgendwo die Download-Version von "Oralität und Literalität. Die Technologisierung des Wortes" von Walter Ong. "PFLICHTLEKTÜRE!!!" für meinen Kurs. Die Freude ist groß. Wenn jemand, der mit Nachnamen "Kuchenbuch" heißt, eine Pflichtlektüre von einem Mann namens ONG verlangt, dann ist Schluss mit lustig. Oder es fängt erst an. Ong. Der Name ist so unvollständig. Ong... Dong! Ding Dong! Leider fallen mir nicht soviele Wortspielereien ein, wie ich es gern hätte und die Sache hört einfach auf, komisch zu sein. Zumindest für mich. Ich fand es tatsächlich einen kurzen Moment lang gut. Ong! Ding Dong, hier ist Ong! Wäre doch eine schöne Türklingel, oder?
Nach unzähligen Minuten, Stunden ist der Upload von den Pfeffi - Fotos vollbracht und die ominöse Mail ist ebenfalls verschickt. Und nun kommt die Langeweile.Ich gammle etwas bei Imdb rum und verschwende Zeit.
Irgendwann kommt meine Tante hochgewackelt und bringt mir die letzten Teile meiner Wäsche mit. "Den schwarzen Pulli hab ich gestern gleich nochmal mitgewaschen. Der hatte Waschpulverflecken. Den hättest du doch gar nicht mehr anziehen können."
Yo, danke. Als ich dann den Pulli in den Schrank tun will, sehe ich, dass ich ihn auch OHNE Waschmittelfleck nicht anziehen kann, da meine absolut unfähige Tante ganz offensichtlich wieder mehrere Taschentücher mitgewaschen hat und der schwarze Pulli jetzt grau ist. Über und über mit den Resten der Taschentücher. Ich habe langsam das Gefühl, es wäre nicht mein Tag.
Irgendwie vertrödele ich die Zeit, bis meine Schwester von der Schule kommt, an der Tür klingelt und von mir ignoriert wird. Irgendwie schafft sie es aber doch ins Haus und aufgrund des steigenden Lärmpegels wird auch McBacon mal wach. Der torkelt dann aus der Horizontalen mal in die Vertikale oder wenigstens auf 90° und schiebt sich dann auch bald in sein Auto, nicht bevor er durch die Gegend brüllt, vor der Haustür wäre ein Iiiiiiiiiigel, der bräuchte Hiiiiiiiilfe! Meine Schwester solle ihn mal einfangen, sonst würde er tot gehen. Meine Schwester jagt aus dem Haus, meine Tante rollt hinterher. Dann kommen beide wieder ins Haus und stolzieren dann wie die heiligen drei (in diesem Fall ZWEI) Könige wieder aus dem Haus und bringen dem Igelkind Gaben. Zwar nicht Myrre, Weihrauch und Gold, sondern einen Apfel und Späne, die sie unter der Treppe verstreuen, damit der Igel da schön wohnen kann. (Das sieht da jetzt bestimmt aus wie Sau!)
Die Zeit vergeht weiter sinnlos und da es kein Essen gibt und ich zu den Menschen gehöre, die einen Koller bekommen, wenn es nichts Warmes zu essen gibt, mache ich mir also eine Pizza.
Kurze Zeit später höre ich wie McBacon in die Küche geht und dann wieder ins Wohnzimmer, wo er mit einer Petz-Stimme meiner Tante verkündet "Nicole hat sich eine Pizza gemacht." Was für ein Kindergarten für Geisteskranke!!!
Als die Pizza fertig ist, gehe ich wieder in die Küche und wie sollte es anders sein, McBacon folgt mir. Vermutlich in der Hoffnung, ich lasse was fallen. Er steht da rum (zuerst begrüßt er mich mit "Naaaaaaaa Jacky" - aber immerhin voller Freude. Ich hab ihn seit Tagen nicht gesehen. Aber ich gehe ihm nicht erst aus dem Weg seit ich die Packungsbeilage für seine "Infusion" gelesen habe:  Anwendungsgebiet: Zur Vorbeugung oder Wiederkehr chronischer Schizophrenie) und meint, er wisse gar nicht mehr, was er machen wollte in der Küche. Da müsse er sicher nochmal ins Wohnzimmer gehen, dann falle es ihm bestimmt wieder ein. ICH glaube, er wollte einfach wieder in die Spüle pinkeln. Meine Schwester und ich haben das mal gesehen und waschen unser Geschirr nur noch oben im Bad ab!
Ich komme also vor einigen Minuten mit der Pizza ins Zimmer und sehe meinen Hasen, der in meinem Wäschekorb sitzt und irgendwas zerfleddert.
Das Leben ist schön.
Übrigens hab ich gesehen, dass Pfeffi tatsächlich ihre ganze Adresse bei studivz angegeben hat. Ich denke, das wollte sie wegen ihres Ex - Freundes nicht machen.. oder sie hat endlich erzählt bekommen, dass Primaten gar nicht lesen können. Puh, Pfeffi, Glück gehabt!

27.6.08 15:29
 


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